sodele.jetzt geht's los.
eigentlich hat es das ja schon vor 2 wochen, aber ich dachte mir ich wäre euch eigentlich noch einen etwas detailierteren lagebericht schuldig.
hier in sachsen ist es...anders, kalt,etwas verfallener als bei uns, und dialekttechnisch natürlich auch etwas andersartig ausgeprägt.:)hihi.ich nehm das mal mit nem diktiergerät auf...das muss man gehört haben.
aber ich habe diesen kleinen ort, wo nach 7 uhr abends keiner mehr auf der straße herumläuft,welcher sich lieblichst "hainichen" nennt, schon jetzt in mein herz geschlossen.
auch die leute hier sind wahre schätze und könnten kaum freundlicher sein.vielleicht ausgenommen der verkäuferinnen in der "innenstadt."
das ändert jedoch nichts an der tatsache, dass ich hier, ganz nach dem motto "natur pur" in der absoluten pampa gelandet bin, wobei unsere villa in der wir wohnen (freuuuude!:)) direkt an der einen seite an den wald grenzt und sich auf der anderen ein feld mit schafen befindet, was sich aber wundervoll idyllisch für ausgedehnte spaziergänge anbietet, was ich mittlerweile auch schon ein paar mal dafür genutzt habe habe. sooo schön!
hier angekommen musste ich jedoch zu aller erst mit schrecken feststellen, dass ich das einmalige vergügen haben werde, mit 10 jungs an der zahl, und nur noch einem anderen mädel als verstärkung, die kommenden monate unter einem dach zu leben und beinahe jede freie minute verbringen zu müssen. natürlich hatte ich nur noch einen gedanken:" hier bleibe ich keine sekunde länger!" der 2. schock kam dann zum glück erst ein paar tage später, aber er kam. als einer der mitarbeiter die liste mit den regeln auspackte. putzen, putzen putzen, steht da auf dem programm, wobei man zu allem glück auch noch nach farben sortieren und unterscheiden muss, welcher putzlappen für welches klo benutzt wird!:). disziplin ohne ende, tägliche work duties, frühstück um 7 uhr, usw...!
angesichts meines bisherigen lebensstils und meiner großen liebe zu regeln, kann man sich meine begeisterung wahrscheinlich lebhaft vorstellen.
was wahrscheinlich auch der grund war, dass ich die gesamte erste woche, als einzigste, jeden tag zu spät zum frühstück kam und es zweimal sogar ganz verpasste und erst um neun uhr, alles andere als ausgeschlafen, endlich auf der matte stand bzw. unter kritisch und entsetzten blicken in die allmorgendliche sitzung hineinplatzte,die natürlich schon seit einer stunde in vollem gange war.
langsam jedoch, scheint sich mein verdrehter schlafrhythmus allmählich an die neue situation zu gewöhnen. ebenso mein magen an die neuen essgewohnheiten. ich habe mich nun langsam schluss endlich damit abgefunden, dass ich vorraussichtlich als kugel nach hause rollen werde...!:)vor dem verdrücken der berge von spagetthi bolognese, pizza, schokolade und keksen innerhalb dieser letzten zwei wochen, wusste ich nicht das soviel in einem menschen hineinpassen kann. was für die ganze angelegenheit auch nicht gerade besonders förderlich ist, ist der jan, unser schwabe, der seine berufung als solcher ziemlich ernst zu nehmen scheint und uns auch schon mal gezwungen hat, die reste vom mittagessen nochmal für das abendbrot aufzuwärmen, und vorher nichts anderes zu essen, um ja keine reste kaputt gehen zu lassen.:) wo wir gleich beim nächsten thema wären: das essen ist so gut, dass man kaum aufhören kann!:)
es gibt aber auch einige positive aspekte, welche ich nennen möchte, das beste natürlich immer zum schluss.
unsre gruppe könnte zwar unterschiedlicher nicht sein, insbesondere johanna, dass mädchen,mit dem ich mir mein zimmer teile,welche die personifizierte ordnung und struktur darstellt, und mich glaube ich als eine art kleines phänomen empfindet, aber ich merke schon jetzt wie gut wir uns ergänzen und wie viel wir voneinander lernen können.sie ist sooo eine liebe und nach leichten startschwierigkeiten verstehen wir uns immer besser. wir mädels müssen in unserer etwas kritischen situation angesichts der geringen besetzung schließlich auch zusammenhalten!aber trotzdem habe ich selten so viel gelacht, wie in diesen ersten zwei wochen. unsere jungs sind soooo luustig!echt zum kreischen, manchmal hier. aber man glaubt es kaum, sie sind auch zu tiefgründigeren gedanken und gesprächen fähig, was für mich auch eine völlig neue erfahrung ist. :)))
eine schonfrist gab es auch lehr-und gemeinschaftsmäßig die erste woche nicht wirklich und bei so viel individualität sind differenzen natürlich vorprogrammiert! doch ich bin zuversichtlich und fühle mich trotzdem schon sehr wohl und einfach gesegnet.ich freue mich auf die zeit und was noch so alles auf uns zu kommt und gemeinsam zu bewältigen ist. es gibt schon jetzt viele dinge, die hochgekommen sind, an denen wir alle zu arbeiten haben,aber das ist soo gut und wichtig.ich habe tag für tag immer mehr das gefühl, dass unser zusammenhalt mehr wächst und das beim abschied nach dem jahr mit sicherheit tränen fließen werden!
ansonsten sind meine projekte und die aufgabenbereiche, bei denen ich mitarbeite insbesondere auf kinder spezialisiert und ich liebe es einfach!:) die kiddys sind so süß und offen und die kleinen mädels streiten sich schon jetzt darum wer neben mir sitzen oder meine hand nehmen darf:).ich helfe im kindergarten, den es hier auch gibt, im sogennanten "kids club", einem kinderprogramm mit singen, spiel und jede menge spaß und passe außerdem ab und zu auf die kinder der mitarbeiter auf.
actionmäßig waren wir heute nach einem gemütlichen brunchvormittag z.B boot fahren, letzte woche haben wir am lagerfeuer stockbrot gegrillt, haben einen movieabend gemacht und waren bowlen und nächste woche steht ein unter anderem ein ausflug in den hochseilgarten an.
das einzige problem was ich gerade habe, sind aber um ehrlich zu sein, meine inneren kämpfe wegen der entzugserscheinungen aufgrund fehlender shoppingmöglichkeiten. ich hoffe nächstes wochenende machen wir mal einen abstecher in die city.:))!!
also,bis dann dann.
hab euch lieb. ich schreibe bald wieder.
eure michal.
Freitag, 25. September 2009
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